„Da können Sie noch so viele Körner essen – wenn Ihr Darm nicht vollwertig funktioniert, nützt alle Vollwertkost nix!“
Dr. Wolfgang Moosburger
Wer könnte besser von seinen Erfahrungen und Erfolgen berichten als ein Gast. Lesen Sie selbst, was es bedeutet Schritt für Schritt ein neuer Mensch zu werden. Mitgegangen – Mitgehangen
Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Fisch, kaum Fleisch, kaum Alkohol. Ein bisschen Entschlacken, hatte ich mir gedacht, kann ja keinem schaden, und Ferien kann man auch so verbringen.
Teefasten! Ich traute meinen
Ohren nicht. Ich, kerngesund, eher noch ein Kilo zuwenig, soll „für ein paar
Tage“ auf Tee gesetzt werden! Mein Dünndarm sei nicht in Ordnung. Auch meine
Körperhaltung verrate dies. Ob da auch ein bisschen Trauer mit im Spiel sein
könnte? Trennungsschmerz von früher, den ich nie verdaut hätte? Und warum diese
Melancholie in meinem Ausdruck? Nein, nein, er frage nur so. Und fuhr sogleich
mit handfesten Zahlen und Fakten über meinen Gesundheitszustand
fort.
Auch meine Freundin hatte sich
gewundert. Obwohl sie einiges an Umfang loswerden wollte, hatte sie erfahren,
dass sie nur etwa fünf Kilos verlieren müsse. Der Rest sei ihr Gasbauch und
Darmschlingen, die sich nicht mehr an ihrem angestammten Platz befänden. Dies
würde sich durch die tägliche „Bauchbehandlung“ ergeben.
Wir harrten der Dinge, die da
auf uns zukamen. Die herrliche Lage oberhalb von Dornbirn mit Aussicht über den
Bodensee und heimatliche Berge war ja nicht zu verachten, und das Tagesprogramm
mit Massagen, Bädern und der besagten Bauchbehandlung (die sich als sanfte
Massage und Atemtherapie erwies) war abwechslungsreich. Natürlich beobachteten
wir auch die anderen Gäste. Wie im täglichen Leben auch kamen hier alle Gruppen von Menschen zusammen. Jene, die ohne Jo-Jo Effekt Kilos los werden wollten genauso wie sportliche Damen und Herren, die einfach abschalten und regenerieren wollten.
Selbstironisch machten wir uns
lustig über das Teelöffeln und Semmelkauen (30 x pro Bissen). Gespielt neidisch
blickten wir den Tellern mit den herrlich anmutenden Gemüsegerichten nach, die
an uns vorbeiserviert wurden zu Gästen, die schon am Ende ihrer Kur angelangt
waren, oder denen eine mildere Diät verschrieben worden war. Nach drei Tee-Tagen
durfte auch ich zur Milch-Semmeldiät wechseln, und bei Beginn der zweiten Woche
gehörte ich schon jener allseits „beneideten“ Gruppe an.
Mein Respekt vor dem Kurarzt
Dr. Moosburger und seiner Kollegin wuchs täglich, und zwar beträchtlich. Und
erst recht vor dem eigentlichen Begründer dieser Kur, dem österreichischen Arzt
Dr. F.X. Mayr. Etwas so „Simples“, Plausibles, eine Darmreinigungskur, konnte so
manches in den Leben der Menschen bewirken! Krankheiten wurden geheilt, Menschen
wurden fröhlicher, freier, leistungsfähiger, fingen an, lange gefürchtete
Entscheidungen zu treffen. Ich konnte es am eigenen Leib und rings um mich herum
beobachten. Eine Service-Hostess sprach mich an.
Sie sei es ja gewohnt, dass die Menschen sich hier stark veränderten. Aber mein
Ausdruck sei so viel strahlender geworden, dass sie mir ein Kompliment machen
müsse. Am Anfang hätte ich ja so finster dreingeschaut. Dies gab mir ein wenig
zu denken.
Mit Spannung erwarteten wir die Abschluss-Untersuchung. Wieder hatten wir Grund zum Staunen. Bei beiden hatte sich die Atmung wesentlich verbessert, und wir konnten auch unsere Köpfe viel weiter zur Seite drehen. Das sei die Folge unserer verbesserten Körperhaltung. Aus demselben Grund war ich sage und schreibe um Zentimeter gewachsen! Der Bauchumfang meiner Freundin war 9,5 cm kleiner geworden. Mit der Gewichtsabnahme von fünf Kilos war sie aber nicht zufrieden. Wo sie doch kaum etwas gegessen hatte!“ Die Ärztin versicherte ihr lachend, sie würde zuhause schon noch weiter abnehmen. Meine Freundin glaubte ihr nicht, versprach aber, beim zehnten Kilo eine Karte zu schreiben.
Mit persönlichen Anleitungen zur sanften Rückkehr ins Alltagsleben traten wir den Weg in die nahe Heimat an. Es scheint uns, als wäre seither auch das Leben ein wenig entgiftet und erleichtert worden. Und 3 Wochen später erhielt Frau Doktor die versprochene Postkarte.