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„Da können Sie noch so viele Körner essen – wenn Ihr Darm nicht vollwertig funktioniert, nützt alle Vollwertkost nix!“

Dr. Wolfgang Moosburger

Wer könnte besser von seinen Erfahrungen und Erfolgen berichten als ein Gast. Lesen Sie selbst, was es bedeutet Schritt für Schritt ein neuer Mensch zu werden. Mitgegangen – Mitgehangen

small_00014.jpgMit diesen Worten widersprach mir Herr Dr. Moosburger bei der Anfangsuntersuchung. Der will sich ja nur profilieren, sagte ich mir, der muss ja etwas finden, wenn er ein guter Arzt sein will. Schliesslich war ich ja nur hierhergekommen, um meine übergewichtige Freundin bei ihrer Kur zu begleiten. Ernährte ich mich doch, wie es im Büchlein steht:

Vollkornprodukte, Obst, Gemüse, Fisch, kaum Fleisch, kaum Alkohol. Ein bisschen Entschlacken, hatte ich mir gedacht, kann ja keinem schaden, und Ferien kann man auch so verbringen.

small_00118.jpgTeefasten! Ich traute meinen Ohren nicht. Ich, kerngesund, eher noch ein Kilo zuwenig, soll „für ein paar Tage“ auf Tee gesetzt werden! Mein Dünndarm sei nicht in Ordnung. Auch meine Körperhaltung verrate dies. Ob da auch ein bisschen Trauer mit im Spiel sein könnte? Trennungsschmerz von früher, den ich nie verdaut hätte? Und warum diese Melancholie in meinem Ausdruck? Nein, nein, er frage nur so. Und fuhr sogleich mit handfesten Zahlen und Fakten über meinen Gesundheitszustand fort.

small_00011.jpgAuch meine Freundin hatte sich gewundert. Obwohl sie einiges an Umfang loswerden wollte, hatte sie erfahren, dass sie nur etwa fünf Kilos verlieren müsse. Der Rest sei ihr Gasbauch und Darmschlingen, die sich nicht mehr an ihrem angestammten Platz befänden. Dies würde sich durch die tägliche „Bauchbehandlung“ ergeben.

small_00309.jpgWir harrten der Dinge, die da auf uns zukamen. Die herrliche Lage oberhalb von Dornbirn mit Aussicht über den Bodensee und heimatliche Berge war ja nicht zu verachten, und das Tagesprogramm mit Massagen, Bädern und der besagten Bauchbehandlung (die sich als sanfte Massage und Atemtherapie erwies) war abwechslungsreich. Natürlich beobachteten wir auch die anderen Gäste. Wie im täglichen Leben auch kamen hier alle Gruppen von Menschen zusammen. Jene, die ohne Jo-Jo Effekt Kilos los werden wollten genauso wie sportliche Damen und Herren, die einfach abschalten und regenerieren wollten.

small_00139.jpgSelbstironisch machten wir uns lustig über das Teelöffeln und Semmelkauen (30 x pro Bissen). Gespielt neidisch blickten wir den Tellern mit den herrlich anmutenden Gemüsegerichten nach, die an uns vorbeiserviert wurden zu Gästen, die schon am Ende ihrer Kur angelangt waren, oder denen eine mildere Diät verschrieben worden war. Nach drei Tee-Tagen durfte auch ich zur Milch-Semmeldiät wechseln, und bei Beginn der zweiten Woche gehörte ich schon jener allseits „beneideten“ Gruppe an.

moses.jpgMein Respekt vor dem Kurarzt Dr. Moosburger und seiner Kollegin wuchs täglich, und zwar beträchtlich. Und erst recht vor dem eigentlichen Begründer dieser Kur, dem österreichischen Arzt Dr. F.X. Mayr. Etwas so „Simples“, Plausibles, eine Darmreinigungskur, konnte so manches in den Leben der Menschen bewirken! Krankheiten wurden geheilt, Menschen wurden fröhlicher, freier, leistungsfähiger, fingen an, lange gefürchtete Entscheidungen zu treffen. Ich konnte es am eigenen Leib und rings um mich herum beobachten. Eine Service-Hostess sprach mich an. Sie sei es ja gewohnt, dass die Menschen sich hier stark veränderten. Aber mein Ausdruck sei so viel strahlender geworden, dass sie mir ein Kompliment machen müsse. Am Anfang hätte ich ja so finster dreingeschaut. Dies gab mir ein wenig zu denken.

Mit Spannung erwarteten wir die Abschluss-Untersuchung. Wieder hatten wir Grund zum Staunen. Bei beiden hatte sich die Atmung wesentlich verbessert, und wir konnten auch unsere Köpfe viel weiter zur Seite drehen. Das sei die Folge unserer verbesserten Körperhaltung. Aus demselben Grund war ich sage und schreibe um Zentimeter gewachsen! Der Bauchumfang meiner Freundin war 9,5 cm kleiner geworden. Mit der Gewichtsabnahme von fünf Kilos war sie aber nicht zufrieden. Wo sie doch kaum etwas gegessen hatte!“ Die Ärztin versicherte ihr lachend, sie würde zuhause schon noch weiter abnehmen. Meine Freundin glaubte ihr nicht, versprach aber, beim zehnten Kilo eine Karte zu schreiben.

Mit persönlichen Anleitungen zur sanften Rückkehr ins Alltagsleben traten wir den Weg in die nahe Heimat an. Es scheint uns, als wäre seither auch das Leben ein wenig entgiftet und erleichtert worden. Und 3 Wochen später erhielt Frau Doktor die versprochene Postkarte.

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